Swiss Mega Park Frenkendorf: Die 800-Millionen-Vision, Die Das Baselbiet Spaltet
swiss mega park frenkendorf – das Projekt, das vor zwei Jahren noch wie eine Luftnummer klang, steht kurz vor dem Spatenstich. Im Industriegebiet von Frenkendorf, wo gestern noch rostige Kräne den Himmel zerschnitten, werden bald die ersten Bagger rollen. Und die Gemüter im Landkanton kochen. Die Investorengruppe um den Zuger Tech-Milliardär Lukas Meier hat am Dienstag grünes Licht vom Regierungsrat bekommen. 2029 soll der Park öffnen. Aber die Skepsis ist so gross wie das Gelände.
Niemand spricht mehr über die filigranen Achterbahnen oder die versprochenen 3.000 Arbeitsplätze. Der Fokus liegt jetzt auf der digitalen Infrastruktur, die hier entstehen soll. Mitten im swiss mega park frenkendorf wird ein riesiges Rechenzentrum in die künstliche Berglandschaft integriert – ein Novum für einen Freizeitpark. «Das ist kein Disneyland-Klon», sagt Meier im Gespräch mit unserer Zeitung. «Das ist ein lebendiges Labor für die Energiezukunft.»
Wasserstoff-Achterbahn und KI-gesteuerte Sicherheit
Die Pläne, die exklusiv vorliegen, zeigen eine 82 Meter hohe Hybrid-Achterbahn, die mit Wasserstoff-Brennstoffzellen angetrieben wird. Der Clou: Die Bremsenergie speist direkt das Parknetz. Gleichzeitig überwachen 460 KI-Kameras jeden Quadratmeter. Die Baselbieter Datenschutzbeauftragte sieht das kritisch – von «Totalüberwachung» ist in einem internen Papier die Rede. Für die Betreiber ist das ein Sicherheitsfeature, das Besucher aus Japan und den Golfstaaten anlocken soll.
Der Kampf ums Wasser
Während der Park im Sommer 2026 mit dem Aushub beginnt, formiert sich Widerstand von unerwarteter Seite. Die Landwirte der angrenzenden Gemeinden bangen um ihr Grundwasser. Der Mega-Komplex wird täglich 1,2 Millionen Liter Wasser benötigen – für Pools, Begrünung und die künstliche Schneeanlage im Indoor-Skibereich. Die Bauern haben eine Petition mit 4.700 Unterschriften eingereicht. Ein hydrologisches Gutachten der ETH soll nun klären, ob der nahe Ergolz-Fluss das stemmt.
Der Tesla der Freizeitparks
Betriebswirtschaftlich rechnet sich das Projekt nur, wenn der Strompreis unter 8 Rappen pro Kilowattstunde bleibt. Deshalb setzt Meier auf eine eigene Photovoltaik-Anlage – 22 Hektar Solarpanels auf Parkplätzen und Dächern. Die Basler Kantonalbank hat bereits eine grüne Anleihe über 280 Millionen Franken aufgelegt. Touristiker aus der Region wittern einen «Gamechanger», der das gesamte Baselbiet aus dem Schatten der Stadt Basel holen könnte. Die Hoteliers in Liestal und Sissach stocken ihre Kapazitäten auf.
Ein Mini-Vulkan und die Sache mit der Ruhe
Anwohner fragen sich vor allem eines: Wie laut wird es? Ein künstlicher Vulkan mit Feuer-Effekten, der alle 45 Minuten ausbricht, ist als Herzstück geplant. Die Lärmprognosen des Planungsbüros sind umstritten. Die Gemeinde Frenkendorf hat eine Lärmklage angekündigt, sollte der Schallpegel die 48 Dezibel in der Nacht überschreiten. Der Park verspricht eine Schallschutzmauer aus recyceltem Glas, die wie eine Gletscherspalte aussieht. Ob das beruhigt, wird sich zeigen, wenn der erste «Ausbruch» im nächsten Jahr getestet wird.
Was die VR-Brillen schon heute zeigen
Während der politische Streit tobt, können sich Neugierige den Park per Virtual-Reality-App bereits ansehen – die Entwickler haben einen digitalen Zwilling auf die Blockchain gebracht. Wer ein NFT kauft, erhält lebenslangen Eintritt. Ein cleverer Marketing-Coup, der 14 Millionen Franken in die Kassen spülte. Die virtuelle Version zeigt einen Park, der sich selbst repariert: Drohnen tauschen defekte Teile in der Nacht aus. Für die Gegner ist das nur eine weitere schöne Illusion.
Das grosse Zittern der Investoren
Die nächste Hürde steht im September an, wenn der Kanton über die definitive Betriebsbewilligung entscheidet. Sollte die Auflage zum Wasserverbrauch zu streng ausfallen, könnte das gesamte Projekt kippen. Insider berichten, dass zwei grosse Pensionskassen aus der Vorfinanzierung aussteigen wollen. Der Swiss Mega Park Frenkendorf ist ein Kartenhaus aus Beton, Solarzellen und grossen Träumen. Ein Milliardengrab oder die Zukunft des alpinen Tourismus? Die Antwort kommt 2026 vielleicht schneller, als allen lieb ist.
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