Kang Ha-neul überrascht Mit Schweizer Regie-Coup – Und Einem Geheimnis, Das Niemand Erwartet Hat
kang ha neul steht im Zürcher Hauptbahnhof, die Hände in den Taschen eines übergrossen Blazers, und lacht. Nicht das höfliche Kamera-Lächeln, das man aus unzähligen Dramen kennt, sondern ein echtes, fast verschmitztes Grinsen. Es ist April 2026, und der südkoreanische Schauspieler ist nicht für eine Preisverleihung oder eine Fanmeet hier – er dreht. Mitten in der Schweiz. Sein Regiedebüt. Ein intimer, deutschsprachiger Film über einen alternden Uhrmacher im Emmental, der seine letzte grosse Liebe in Seoul findet. Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe, denn Kang, sonst eher zurückhaltend, hatte das Projekt über zwei Jahre lang völlig geheim gehalten.
Die Dreharbeiten zum Film mit dem Arbeitstitel *Tick* sind bereits zur Hälfte abgeschlossen, und die Gerüchteküche brodelt. Dabei geht es nicht nur um die mutige Sprachbarriere – Kang spricht im Film fast ausschliesslich Berndeutsch, mit einem Akzent, der irgendwo zwischen charmant und absurd liegt –, sondern auch um die Frage, warum ausgerechnet kang ha neul, der 2024 zum bestbezahlten Schauspieler Asiens aufstieg, sich in ein kleines, schweizerisches Arthouse-Projekt stürzt. Quellen aus seinem Umfeld deuten an, dass der Tod seines Vaters vor zwei Jahren eine tiefe Zäsur war. Der Uhrmacher-Film sei eine Hommage an dessen unerfüllten Traum, nach Europa auszuwandern.
Der stille Stratege: Wie Kang die globalen Streaming-Charts stürmte
Während andere K-Stars auf Instagram jede Mahlzeit teilen, hat Kang Ha-neul stets mit Schweigen taktiert. Sein Twitter-Account? Gelöscht. Sein Privatleben? Ein Mysterium. Genau diese Distanz machte ihn zum perfekten Kandidaten für die Rolle des verschlossenen Detektivs in der Netflix-Serie *Der Schatten des Königs*, die 2025 in 94 Ländern gleichzeitig auf Platz 1 landete. Die Serie, ein düsterer Historienthriller, brachte ihm eine Emmy-Nominierung ein – und die Aufmerksamkeit von Hollywood-Regisseuren. Doch Kang lehnte jede Offerte ab. Stattdessen flog er inkognito nach Bern, um mit einem fast vergessenen Schweizer Autorenfilmer Kaffee zu trinken.
Ein Schweizer Bergdorf als zweite Heimat
Was kaum jemand weiss: Kang besitzt seit 2023 ein Chalet in Grindelwald. Ein Freund aus Militärzeiten, ein koreanisch-schweizerischer Doppelbürger, hatte ihn zu einem Skiurlaub eingeladen. Kang, der als Kind unter Asthma litt, war nie ein Wintersportler – aber die Ruhe der Jungfrau-Region habe ihn sofort gefesselt, heisst es. Er kaufte das Haus bar, ohne Besichtigung, und lernte innerhalb von acht Monaten fliessend Deutsch. Die Einheimischen nennen ihn nur „der Herr Kang“, und der Bäcker im Dorf legt ihm jeden Freitag ein Gipfeli zurück, ohne dass er es bestellen müsste. Diese unaufgeregte Normalität ist es, die Kang in Seoul schmerzlich vermisst.
Die tickende Uhr: Das Drama hinter dem Regiedebüt
Der Film *Tick* ist kein klassisches Liebesdrama. Erzählt wird die Geschichte von Walter (gespielt vom Schweizer Theaterurgestein Bruno Cathomas), einem Uhrmacher, der nach dem Tod seiner Frau nur noch mit seinen Zahnrädern spricht. Eine zufällige Begegnung mit einer koreanischen Touristin (Newcomerin Park Soo-yeon) reisst ihn aus der Lethargie. Kang spielt nicht nur die Hauptrolle des jungen Koreaners, der die Touristin begleitet, sondern führte auch Regie – und das mit einer akribischen, fast manischen Genauigkeit. Am Set, so erzählen Komparsen, habe er eine Szene 47 Mal wiederholt, weil das Licht auf einer Taschenuhr nicht perfekt einfiel. Die Crew sei verzweifelt, aber auch fasziniert gewesen. „Er hat diesen Blick“, sagte ein Beleuchter, „als würde er die Zeit selbst anhalten können.“
Vom Militärdienst zum Weltstar – eine Karriere ohne Skandale
Kang Ha-neuls Werdegang liest sich wie ein Märchen, das bewusst jedes Klischee umschifft. Während der obligatorische Militärdienst viele Karrieren ins Stocken bringt, wurde er für Kang zum Wendepunkt. Er absolvierte ihn nicht als einfacher Soldat, sondern als Mitglied der Militärkapelle, wo er Klarinette lernte – ein Instrument, das später im Soundtrack von *Tick* eine zentrale Rolle spielen wird. Nach seiner Entlassung 2020 wählte er nicht die schnellen Won der Werbeverträge, sondern riskierte mit dem Indie-Film *A Year-End Medley* alles. Der Film wurde ein Kritikerliebling und festigte seinen Ruf als Schauspieler, der mehr sucht als Ruhm. Jetzt, mit 36, hat er diesen Ruhm im Überfluss – und behandelt ihn wie ein lästiges Accessoire.
Die Fans in der Schweiz: Zwischen Wallis und Seoul
Die Fangemeinde in der Schweiz ist klein, aber extrem loyal. Ein Fanclub mit knapp 300 Mitgliedern organisiert regelmässig „Kang-Routen“ – Wanderungen, die zu Orten führen, an denen er in der Schweiz gesichtet wurde. Vom Rooftop des Berner Hotels, wo er einmal eine Nacht verbrachte, bis zur Bäckerei in Interlaken, deren Zopf er in einem Vlog erwähnte. Die grösste Überraschung für die Schweizer Fans: Kang spricht in Interviews oft besser Deutsch als manche Moderatoren. Kürzlich sagte er im SRF: „Ich mag die Stille hier. In Seoul hört die Stadt nie auf zu atmen. Hier höre ich mein eigenes Herz.“ Solche Sätze machen ihn nahbar, fast wie einen Nachbarn – und doch bleibt die Distanz, die er nie ganz aufgibt.
Was kommt nach dem Uhrmacher? Die Gerüchte um 2027
Während der Dreh von *Tick* noch läuft, kolportieren koreanische Medien bereits das nächste Megaprojekt: eine Zusammenarbeit mit Bong Joon-ho für eine Klima-Dystopie, die in den Alpen spielt. Der Arbeitstitel *Eiszeit* sei ein absurdes, düsteres Drama über eine Schweizer Gemeinde, die den letzten Gletscher der Welt bewacht. Kang, so heisst es, sei nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als Co-Produzent an Bord. Offizielle Bestätigungen gibt es keine. Doch wer Kang Ha-neul kennt, weiss: Wenn er schweigt, ist das meistens das lauteste „Ja“ überhaupt.
Der Uhrmacherfilm wird im Herbst 2026 am Zurich Film Festival seine Weltpremiere feiern. Kang selbst wird vor Ort sein – nicht auf dem roten Teppich, sondern irgendwo in der Menge, vielleicht mit einem Gipfeli in der Hand. Und wer genau hinschaut, erkennt das Grinsen wieder. Das echte, das verschmitzte. Das eines Mannes, der gerade die Zeit neu erfunden hat.
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