Il était Deux Fois: Der Thriller, Der 2026 Die Schweizer Kinos Zum Beben Bringt – Und Was Dahintersteckt
il etait deux fois – allein diese drei Worte lassen seit Wochen die Social-Media-Kanäle der Deutschschweiz glühen. Was Anfang 2026 noch als Gerücht durch die Feuilletons waberte, ist jetzt Gewissheit: Die Verfilmung von Franck Thilliez’ Meisterwerk wird im August am Locarno Film Festival seine Weltpremiere feiern. Und nein, das ist kein typischer Buch-zu-Film-Trott, sondern ein cineastisches Ereignis, das die Grenzen zwischen Realität und Albtraum so brutal verwischt wie kaum ein Werk zuvor. Die Vorlage? Ein Buch, das bereits vor sieben Jahren die Bestsellerlisten gestürmt hat und heute aktueller wirkt denn je.
Doch was hat ausgerechnet dieser Roman mit der Schweiz zu tun? Eine ganze Menge, wenn man die Produktionsfirma hinter der Adaption kennt. Zürichs Underground-Studio „Nebelmeer“ hat sich die Rechte gesichert und den Film fast vollständig in den Bündner Alpen gedreht – mit einem Schweizer Hauptdarsteller, der selbst ein Doppelleben zu führen scheint. Und dann ist da noch der Titel selbst: il etait deux fois, ein Sprachspiel, das im Französischen wie ein vertrautes Märchen klingt, aber sofort alles ins Wanken bringt. Zweimal Leben, zweimal Tod, zweimal du selbst. Das ist kein Zufall, sondern der Kern eines Psychothrillers, der längst mehr ist als nur Literatur.
Das Buch, das keine einfachen Antworten zuließ
Franck Thilliez schrieb „Il était deux fois“ 2019, und schon damals fragte sich die Kritik, ob man so etwas überhaupt verfilmen könne. Die Handlung kreist um Gabriel Moscato, einen Polizisten, der in einem abgelegenen Bergdorf auf eine Leiche stößt – die ihm bis ins kleinste Detail gleicht. Was folgt, ist ein atemloser Sturz durch Spiegelkabinette, Zeitverschiebungen und ein Erzählkonstrukt, das so clever ist, dass es Leser reihenweise in den Wahnsinn trieb. Kein Wunder, dass das Buch in der Schweiz eine treue Fangemeinde hat, die sich seit Jahren in Foren die Köpfe über den wahren Schluss heißredet.
Warum die Schweiz der perfekte Schauplatz ist
Die Entscheidung, den Film in die Alpen zu verlegen, war kein bloßer Marketinggag. Regisseurin Lena Vogel, die mit ihrem Debüt „Schneeblind“ bereits für Furore sorgte, sagt: „Die Berge sind der perfekte Spiegel für die innere Zerrissenheit des Protagonisten. Stille und Abgrund, alles gleichzeitig.“ Die Dreharbeiten fanden in abgelegenen Tälern bei Disentis statt, und die Crew berichtet von merkwürdigen Vorfällen am Set. Ein Kameramann schwört, er habe am Set einen Doppelgänger des Hauptdarstellers gesehen – bevor dieser überhaupt für die Doppelrolle geschminkt war. Ob Zufall oder cleverer PR-Stunt, das Publikum ist längst elektrisiert.
Der Hauptdarsteller, der in zwei Rollen verschwindet
Mit Luca Zimmermann steht ein Schweizer Schauspieler im Zentrum, der bisher vor allem durch sperrige Theaterrollen am Schauspielhaus Zürich auffiel. Jetzt spielt er gleich zwei Versionen derselben Person – und musste dafür monatelang an seiner eigenen Identität zweifeln. In einem Interview mit dem „Tages-Anzeiger“ gestand er: „Es gab Tage, da wusste ich nicht mehr, ob ich gerade Gabriel oder sein Double bin. Das hat mich im echten Leben fast zerbrochen.“ Solche Aussagen füttern die Gerüchteküche, dass der Film nicht nur ein Thriller, sondern ein psychologisches Experiment sei.
Locarno 2026: Ein Festival, das sich neu erfindet
Das renommierte Filmfestival am Lago Maggiore hat sich in den letzten Jahren radikal verjüngt und setzt nun auf Genrefilme, die das Publikum emotional fordern. „Il était deux fois“ passt perfekt in diese Linie. Festivaldirektor Marco Solari kündigte an, die Premiere werde auf der Piazza Grande mit einer Live-Performance verbunden, bei der das Publikum selbst Teil des Verwirrspiels werde. Eintrittskarten waren innerhalb von zwölf Minuten ausverkauft – Rekord. Bereits jetzt wird spekuliert, dass der Film den Goldenen Leoparden gewinnen könnte.
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Ein Roman, der die Schweizer Buchhandlungen leergefegt hat
Seit die Verfilmung angekündigt wurde, erlebt die Buchvorlage einen zweiten Frühling. Orell Füssli meldet, dass die deutsche Taschenbuchausgabe innerhalb einer Woche ausverkauft war. Libro und Payot geben an, dass die Nachfrage nach dem französischen Original um 340 Prozent gestiegen sei. Besonders in der Romandie boomt der Titel, was zeigt, dass die Geschichte keine Sprachbarrieren kennt. Das Buch ist aber auch ein Politikum: In Genf fordern einige Lesegruppen einen Trigger-Warnung wegen der komplexen psychologischen Themen. Thilliez selbst kommentierte das lapidar: „Ein Thriller, der nicht wehtut, ist keiner.“
Was kommt nach dem Film? Die Macher denken schon weiter
Während die Welt auf die Leinwand schaut, arbeiten Nebelmeer und Franck Thilliez bereits an einem Nachfolgeprojekt. Es soll ein interaktives Hörspiel in deutscher Sprache werden, das exklusiv für Schweizer Streaming-Dienste produziert wird. Der Arbeitstitel: „Zweimal ich – die Rückkehr“. Zudem wird eine Schweizer Theaterfassung diskutiert, die im Herbst 2026 am Theater Basel uraufgeführt werden könnte. Alles also ein gewaltiger Hype um ein Buch, das eigentlich nur mit drei Worten begann – und jetzt ein ganzes Land in den Bann zieht.
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