5.7 Feet In Cm: Der Grenzstein Von Wädenswil Und Die Schweizer Zentimeter-Krise
5.7 feet in cm — diese drei Wörter haben im Frühjahr 2026 einen Beamten des Bundesamts für Metrologie in den Wahnsinn getrieben. Es roch nach nassem Heu und Mäusekot, als er hinter einer alten Scheune am Zürichsee einen verwitterten Sandstein freilegte. Darauf stand, kaum lesbar: «5.7 feet». Kein Mensch wusste, warum.
Der Mann griff reflexartig zum Taschenrechner und tippte 5.7 feet in cm. Das Ergebnis war 173,736 Zentimeter. Aber das war nicht das Problem. Das Problem war, dass der Stein genau auf der Grenze zweier Gemeinden lag, die sich seit 130 Jahren um exakt diese Länge stritten — ohne es zu wissen. Plötzlich war aus einem harmlosen Umrechnungswert ein Politikum geworden.
Ein verwitterter Grenzstein von 1892
Der Stein stammt aus einer Zeit, als die Schweiz noch mit Zoll und Fuss experimentierte. 1892 hatte ein englischer Landvermesser, der eigentlich nur die Alpen zeichnen sollte, die Distanz mit einem mitgebrachten Fuss-Massband notiert. Die Einheimischen übernahmen die Zahl, ohne je zu fragen: Welche Fusslänge? Der englische Fuss ist 30,48 cm. Aber der Stein war plötzlich da, und jahrzehntelang schaute niemand genau hin.
Metrische Konfusion: 5.7 feet in cm und die 0,3 cm, die keiner haben wollte
Der METAS-Beamte meldete den Fund. Ein Vermessungsteam rückte an. Die digitale Totalstation spuckte eine Zahl aus, die niemand hören wollte: Die tatsächliche Distanz betrug 174,0 cm. 5.7 feet in cm ergab aber 173,7 cm. Eine Differenz von 0,3 Zentimetern. Das klingt lächerlich. Ist es aber nicht, wenn es um Grundstücksgrenzen, Leitungen und ein neu geplantes Alterswohnheim geht, das jetzt auf fremdem Boden steht — oder eben nicht.
Die Swissnorm und der TikTok-Trend: «Miss dich in feet»
Während die Gemeinden juristisch aufrüsteten, drehte die Jugend durch. Auf TikTok trendete der Hashtag #57feetincm. Jugendliche filmten sich vor dem Stein, massen ihre Körpergrösse in feet und verglichen sie mit der ominösen Inschrift. Die Schweizerische Normen-Vereinigung sah sich genötigt, eine Pressemitteilung herauszugeben: «Fuss ist nicht gleich Fuss. Bitte nutzen Sie ausschliesslich das metrische System.» Der Effekt war der gegenteilige.
Psychologie der falschen Grösse: Warum uns 5.7 feet so vertraut vorkommt
Forschende der Universität Zürich sprangen auf den Zug auf. Sie befragten 2000 Schweizer und Schweizerinnen, wie gross sie sich in Fuss und Zentimeter schätzen. Das Ergebnis: Wer mit 5.7 feet in cm konfrontiert wurde, überschätzte seine eigene Grösse um durchschnittlich 1,2 cm. Offenbar löst die Zahl 5.7 eine kognitive Illusion aus — sie fühlt sich «menschlicher» an als die kalte 173,7. Die Studie wurde in «Nature Human Behaviour» publiziert und sorgte international für Stirnrunzeln.
Internationale Reaktionen: Britische Füsse und amerikanische Verwirrung
Die britische Zeitung «The Guardian» druckte eine Karikatur: Ein Schweizer Bergbauer mit einem Meterstab, der auf einen Fussabdruck starrt, daneben die Zeile «5.7 feet in cm — the number that broke the Alps». Die USA, die bekanntlich noch immer Fuss und Zoll nutzen, boten ihre Hilfe an — in Form von Umrechnungstabellen. Das METAS lehnte dankend ab. Ein Sprecher sagte: «Wir sind ein metrisches Land. Wir brauchen keinen Fuss.»
Ausblick: Die Schweiz misst neu — aber ganz sicher
Im Sommer 2026 wird der Stein in ein Museum gebracht. Die Gemeinden einigen sich auf einen neuen, digitalen Grenzpunkt. Die Lehre aus der Posse: Jede Umrechnung birgt Risiken. Das Bundesamt plant eine App, die historische Fuss-Masse in Echtzeit in Zentimeter umrechnet — und dabei automatisch warnt, wenn der Wert von 5.7 feet in cm auftaucht. Denn man weiss ja nie.
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